Verband

Was ist der A.N.I.T.I.?

Geschichte

A.N.I.T.I. (Associazione Nazionale Traduttori ed Interpreti, d.h. nationaler Verband der Übersetzer und Dolmetscher) ist ein gemeinnütziger Berufsverband. Der lockere Zusammenschluss vom 1. Juli 1951 wurde damals unter dem Namen S.N.I.T.I. (Sindacato Nazionale Italiano Traduttori Interpreti, d.h. italienische, nationale Vereinigung der Übersetzer und Dolmetscher) am 27. April 1956 in Mailand mit Gründungsurkunde Nr. 30984/502 des Notars Tommaso Cucci formell gegründet. Der erste Geschäftssitz befand sich in Mailand, in der Via P. Marocco 20. Die Zusammenlegung von verbandsinternen und berufsbezogenen Zielen führte zur Namensänderung in A.N.I.T.-S.N.I.T.I. am 1. Januar 1958. In der Mitgliederversammlung vom 20. Oktober 1972 wurde Professor Gustavo A. Dresbach zum ersten Vorsitzenden gewählt und die Verlegung der Geschäftsstelle in die Via Lambrate 10 beschlossen, wo sie sich heute noch befindet. Der Verband, der schon seit längerem seine Ziele festgelegt hatte, bekam am 9. April 1978 seinen heutigen Namen A.N.I.T.I. Heute ist A.N.I.T.I. einer der größten italienischen Berufsverbände für Übersetzer und Dolmetscher.

Ziele

Der Verband engagiert sich für eine gesetzliche Regelung des Berufsstandes des Dolmetschers und Übersetzers in Italien und die Professionalisierung seiner Mitglieder. Der Verband ist bei Behörden aktiv und setzt sich für seine Mitglieder ein. Ziele sind u.a. eine klare Definition der Beziehungen zwischen professionellen Übersetzern und Agenturen, eine korrekte und einheitliche Regelung der Tätigkeit als Gerichtsübersetzer und ein angemessenes Honorar.

Tätigkeit bei den Behörden

Laut Beschluss des Italienischen Justizministeriums vom 4. Oktober 2010 wurde A.N.I.T.I. gemäß Artikel 26, gesetzesvertretendes Dekret Nr. 206 vom 9. November 2007 als Berufsverband auf nationaler Ebene anerkannt. Das gesetzesvertretende Dekret regelt die gemeinsamen Plattformen, die laut Artikel 4, Buchstabe n, folgendermaßen definiert werden: “l’insieme dei criteri delle qualifiche“Die Gesamtheit aller Kriterien beruflicher Qualifikationen zur Beseitigung grundlegender Unterschiede zwischen den in den einzelnen Mitgliedsstaaten bestehenden Ausbildungserfordernissen in einem bestimmten Beruf. …“. A.N.I.T.I. wurde vom C.N.E.L. als Berufsverband für ungeregelte Berufe anerkannt. A.N.I.T.I. ist Mitglied des C.O.L.A.P., des Koordinationsausschusses für Berufsverbände freier Berufe. A.N.I.T.I. ist Mitglied des Berufsberatungsausschusses für die Region Lombardei. A.N.I.T.I. ist Mitglied des UNI-Arbeitskreises, der die Norm EN 15038 für Übersetzungsdienstleistungen auf den Weg gebracht hat, die seit November 2006 in Kraft ist. Der Verband pflegt auch weiterhin alle Kontakte zu Behörden, Gerichten und Berufsverbänden, die zur Erreichung der eingangs genannten Ziele notwendig sind.

Professionalität der Mitglieder

A.N.I.T.I. verpflichtet seine Mitglieder zur Einhaltung der Berufsordnung, die, ebenso wie die Verbandsstatuten, vom Italienischen Verband für Markt- und Wettbewerbsordnung genehmigt wurde. Die Mitglieder werden gemäß den Richtlinien des Verbandes angehalten, sich kontinuierlich weiterzubilden und bekommen Informationen über geeignete Fortbildungen; die besten werden dabei gefördert. Junge Leute bekommen die Möglichkeit, sich in das Praktikumsprogramm einzubringen.

Mitgliederberatungen

Eine Steuerberater- und eine Anwaltskanzlei unterstützen den Vorstand bei der Beantwortung von Fragen, die von allgemeinem Interesse sind und über das Forum auf der Webseite gestellt werden. Die Mitglieder werden über diese Webseite und per E-Mail über Neuigkeiten informiert, die für den Beruf relevant sein könnten. Persönliche und vertrauliche Themen können eventuell direkt mit den Kanzleien besprochen werden.

Verbandsförderung

A.N.I.T.I. fördert den Verband intern und extern auf allen Ebenen, festigt die Kontakte zu den Sprachschulen, Dolmetscherschulen und Universitäten, um die Übersetzertätigkeit den zukünftigen Übersetzern zu erläutern; es werden Formen der Verbandspräsentation ausgearbeitet und die Kontakte zu den Mitgliedern auch außerhalb der Mitgliederversammlung aufrechterhalten, indem Freizeitaktivitäten und berufliche Treffen auf persönlicher Ebene und über die Webseite gefördert werden.